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Vom Kosmos ins Bergwerk Bilder-Ausstellungen von Peter Valentiner und Rudolf Pijpers



1991-02-14 Vom Kosmos ins Bergwerk
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Mit Tarnnetzen verwandelte Peter Valentiner in den sechziger und siebziger Jahren Parks und Straßen in mosaikartige Landschaften. Eine Technik, die der Künstler vom Raum auf die Leinwand übertrug. Segmente in leuchtendem Blau, Rot, Weiß und Gelb, diagonal oder kreisförmig arrangiert, werden von einem feinen Farbnetz überzogen. Im Wechselspiel der Flächen entsteht ein schwebender, von farbigen Rhythmen durchzogener Raum. Solche „composition non déterminée" Valentiners ist noch ein Nachhall jener Jahre, da er mit der Gruppe „Supports-Surface" gemeinsam ausstellte.

Daß der jetzt in Köln lebende Künstler sich mittlerweile von diesen anonymen Formen gelöst hat und konsequent seinen eigenen Weg geht, zeigt seine Präsentation in der Galerie Westernhagen (Bismarckstraße 33). Die Technik der Decollage benutzt Valentiner, um die Leinwand in einen gedämpft schimmernden Kosmos zu verwandeln. Gerissene oder geschnittene Inseln von verhaltener Farbigkeit scheinen abwechselnd aus dem Bild herauszutreten und in den monochromen Untergrund zu versinken. Fragmente in glühendem Rot und metallischem Grau mit gestischem Innenleben ergänzen sich zu verwirrenden Kippfiguren. (Bis 12. März.)


Annette Schroeder

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