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Neue Kunst-Adresse

Valentiner in der Galerie Angelika Bernutz


Düsseldorf besitzt eine neue Galerie an der Kaiserswerther Straße 257. Sie wird von Angelika Bernutz geführt, die 20 Jahre lang als Industrie-Kauffrau gearbeitet hat und zunächst nebenberuflich, seit 1983 hauptberuflich,- ihrem Bruder Klaus Rinke in dessen Atelier half. Nun will sie sich im eigenen Betrieb jüngeren Malern widmen.


Den Einstand macht sie mit Peter Valentiner, der 1941 in Kopenhagen geboren wurde, die französische Nationalität besitzt, an der Ecole des Beaux Arts in Tours studierte und 1971 auf der Jugendbiennale in Paris als Preisträger hervortrat. Seit 1980 pendelt der Maler zwischen Paris, Berlin und Köln.


Er ist nicht nur ein Grenzgänger zwischen verschiedenen Kunstorten, sondern auch Stilen. Er liebt es, Kollegen zu zitieren, einen Gerhard Richter vor allem, aber auch einjge französische Freunde. Diese Anspielungen aber bricht er, spielt mit ihnen, verfremdet sie. Das geschieht in verschiedenen Schichtungen und Abdeckungen, im Überpinseln, Neu-Schichten, Stehenlassen von Rändern und Graten.


Man glaubt Collagen und Decollagen vor sich zu huben. Der Blick rutscht in tiefcrlie gende Malgründe, landet auf Maiinseln, springt von Farbraum zu Farbraum und findet Halt in einer Tonigkeit, einem Dunkel-Hell-Akkord, dem Zwiegespräch zwischen Ocker und schwarzen Klängen. Valentiner ist ein perfekter Maler. Ob er möglicherweise zu per.fekt ist, muß die Zeit zeigen. (bis zum Oktober).


Helga Meister

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