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Stadtmuseum Siegburg - Ceci n'est pas une rétrospéctive


2001-10-25 Ausstellung ceci n est pas une retrospective
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Die beiden Künstler Walter Wolf und Peter Valentiner verbindet eine langjährige Freundschaft. ln der Ausstellung „Ceci n'est pas une rétrospective" im Stadtmuseum Siegburg gilt es, in den unterschiedlichen Positionen die Gemeinsamkeiten ihrer künstlerischen Arbeiten zu ergründen. Walter Wolf, 1963 in Trier geboren und seit 1992 in Köln ansässig, zeigt in seinen jüngeren Arbeiten, wie er konsequent seine figurativen Motive weiterentwickelt. Wolf stellt seine Farben selbst aus Pigmenten her und schichtet diese dann Lage für Lage übereinander. In den Schichtungen entwickeln sich Bilder zu den Ambivalenzen und Verletzungen menschlicher Existenz. Diesen Erinnerungsbildern haftete ein Hauch des Kindlichen an, das den Betrachter auf das unwegsame Gelände des Früheren führt. Die Freiheit, die andere Maler in gegenstandslosen Farbausbrüchen sehen, hat Wolf nie interessiert. Die Freiheit seiner Malerei kein Rausch der Grenzenlosigkeit; er entfaltet die Freiheit des Menschen im Körper einer melancholischen Einsamkeit, die seinen Figuren eine traurige Schönheit verleiht. Dagegen zeigt der 1941 in Kopenhagen geborenen Franzose Peter Valentiner, der ebenfalls seit vielen Jahren in Köln lebt, in seinen Arbeiten weder hemmungslosen Rausch noch verträumte Verspieltheit. Gedankliche Klarheit und die zielgerichtete Umsetzung eines Konzeptes charakterisieren seine Arbeiten. Zwischen einer Art Bienenwabenmuster und industriellen Rasterflächen entwickelte Valentiner aus der Idee des „Tarnnetzes als Formensystem" allmählich eine namenlose Struktur jenseits festgelegter Bedeutungen. Seine Kompositionen vermitteln zunächst ein Gefühl der Unordnung einer offenbar beliebigen Formenverschachtelung, das schließlich in der Gewißheit der strengen Ordnung eines Struktur-Rasters mündet. Die in Siegburg gezeigten schwarz-weißen Papier-Arbeiten Valentiners sind mit Hilfe des Computers angelegt. Die Kompositionen drehen sich meist um die Mittelachse und funktionieren in ihrer Unifomität mit nur minimalen Abweichungen als beinah meditative Serie

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Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Eine dreidimensionale „befahrbare" Version der Ausstellung können Sie mit Beginn der Ausstellung abrufen unter: http://www. siegburg.de/museum/25Ceci/3D.htm

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